25+ Beispiele und Vorlagen für Haftungsausschlüsse für E-Mail und Web
21 November 2025
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Kurzfassung (TL;DR)
- Ein E-Mail-Haftungsausschluss ist ein kurzer rechtlicher Hinweis, der Ihr Unternehmen vor Haftungsrisiken schützt.
- Er kann Themen wie Vertraulichkeit, Arbeitgeberhaftung, Datenschutz und regionale Vorgaben (z. B. DSGVO oder HIPAA) abdecken.
- Für eine rechtssichere Kommunikation sollten Haftungsausschlüsse klar formuliert, professionell und regelmäßig aktualisiert werden.
- Standardisieren Sie Ihren Haftungsausschluss für alle Nutzerinnen und Nutzer mithilfe eines Tools für das E-Mail-Signatur-Management.
- Unten finden Sie sofort einsetzbare Beispiele und Vorlagen für Haftungsausschlüsse für E-Mail und Web.
Was ist ein E-Mail-Haftungsausschluss?
Ein E-Mail-Haftungsausschluss ist ein kurzer Hinweis oder rechtlicher Vermerk, der ausgehenden E-Mails hinzugefügt wird, um Haftungsrisiken zu reduzieren und die Verantwortlichkeiten der sendenden Person zu klären. Er steht üblicherweise unterhalb der eigentlichen Nachricht und ist Teil einer professionellen E-Mail-Signatur.
Diese Hinweise können mehrere Zwecke erfüllen – vom Schutz sensibler Daten über die Verringerung rechtlicher Risiken bis hin zur Einhaltung regionaler Compliance-Anforderungen. Einige Organisationen sind sogar gesetzlich verpflichtet, bestimmte Haftungsausschlüsse einzubinden, etwa durch Vorgaben wie den UK Companies Act, die DSGVO, HIPAA oder FINRA.
Ein gut formulierter E-Mail-Haftungsausschluss schützt nicht nur Ihr Unternehmen, sondern stärkt auch die Professionalität und Vertrauenswürdigkeit Ihrer Marke.
In diesem Leitfaden finden Sie:
Praktische Tipps, wie Sie wirkungsvolle Haftungsausschlüsse formulieren.
Zahlreiche Beispiele und Vorlagen für E-Mail-Haftungsausschlüsse, die Sie kopieren, einfügen und anpassen können.
Hinweise zur konsistenten und konformen Nutzung mithilfe der zentralen E-Mail-Signatur-Verwaltung von Exclaimer.
Tipp: Erfahren Sie, wie Exclaimer das Management von Haftungsausschlüssen und Signaturen für IT- und Compliance-Teams vereinfacht.
Schützt ein E-Mail-Haftungsausschluss mein Unternehmen vor allen Haftungsrisiken?
Nicht vollständig. Ein E-Mail-Haftungsausschluss kann Risiken reduzieren, aber nicht vollständig ausschließen. Er ist eine Schutzmaßnahme, jedoch keine rechtliche Garantie. Für umfassenden Schutz sollten Sie immer eine qualifizierte Rechtsberatung einholen, um sicherzustellen, dass Ihr Haftungsausschluss alle geltenden Gesetze und Vorschriften erfüllt.

7 zentrale Elemente für Ihren Haftungsausschluss
Jeder Haftungsausschluss sollte die folgenden Punkte abdecken. Zusammen bilden sie die Grundlage für einen konformen und gut formulierten Hinweis.
Vertraulichkeit: Legen Sie fest, dass die E-Mail und ihre Inhalte nur für die angegebene Empfängerin bzw. den angegebenen Empfänger bestimmt sind und nicht weitergegeben werden dürfen. Das schützt vor unbeabsichtigter Datenweitergabe oder Datenschutzverletzungen.
Haftung bei Computerviren: Weisen Sie Empfängerinnen und Empfänger darauf hin, Anhänge auf Viren oder Malware zu prüfen. Damit reduzieren Sie das Haftungsrisiko für Schäden durch schädliche Dateien.
Unbeabsichtigte Vertragsabschlüsse: Stellen Sie klar, dass Mitarbeitende keine verbindlichen Vereinbarungen per E-Mail abschließen können, ohne eine schriftliche Bestätigung. Das verhindert unbeabsichtigte oder implizite Vertragsbindungen.
Fahrlässig fehlerhafte Angaben: Fügen Sie eine Formulierung ein, die die Haftung für versehentlich ungenaue oder fehlerhafte Informationen einschränkt.
Arbeitgeberhaftung: Betonen Sie, dass geäußerte Meinungen die persönlichen Ansichten der sendenden Person sind und nicht zwingend die des Unternehmens. Das schützt vor Rufschädigung oder Fehlinterpretationen.
Regionale gesetzliche Anforderungen: In einigen Regionen müssen Unternehmen verpflichtend bestimmte Informationen angeben (z. B. Firmenregistrierungsdaten oder Datenschutzhinweise). Prüfen Sie die regionalen Vorschriften, um konform zu bleiben.
Nachhaltigkeitshinweis: Ergänzen Sie eine kurze Nachhaltigkeitsbotschaft, etwa den Hinweis, die E-Mail nur bei Bedarf auszudrucken.
Tipp: Überprüfen und aktualisieren Sie Ihren Haftungsausschluss regelmäßig. Gesetze ändern sich – und Ihre Hinweise sollten das ebenfalls tun, um weiterhin Schutz und Compliance sicherzustellen.

Weitere Informationen zur Verwendung von Haftungsausschlüssen in E-Mail-Signaturen finden Sie in unserem offiziellen Leitfaden Email Signatures for Dummies guide – mit hilfreichen Tipps und Hinweisen.
Exemplar herunterladenBeispiele für E-Mail-Haftungsausschlüsse
Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedliche rechtliche, Compliance- und professionelle Anforderungen abgedeckt werden können. Nutzen Sie diese Vorlagen, um die Haftungsausschlüsse Ihres Unternehmens zu standardisieren und sicherzustellen, dass jede Nachricht konsistent und konform bleibt.
Tipp: Mit der zentralen E-Mail-Signatur-Verwaltung von Exclaimer können Sie all diese Arten von Haftungsausschlüssen unternehmensweit verwalten, automatisieren und aktualisieren.
1. Haftungsausschlüsse bei Vertraulichkeitsverletzungen
Vertraulichkeitshinweise schützen sensible Informationen und stellen klar, dass E-Mails nur für die vorgesehene empfangende Person bestimmt sind. Auch wenn sie das Weiterleiten rechtlich nicht verhindern, zeigen sie ein aktives Engagement für den Datenschutz.Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3
2. Haftung für die unbeabsichtigte Übertragung von Computerviren
Diese E-Mail-Haftungsausschlüsse begrenzen die Haftung, falls eine E-Mail oder ein Anhang Malware enthält. Sie weisen außerdem darauf hin, dass empfangende Personen eigene Virenscans durchführen sollten, bevor Anhänge geöffnet werden.Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3
3. Haftungsausschlüsse zu unbeabsichtigten Vertragsabschlüssen
Diese E-Mail-Haftungsausschlüsse schützen Unternehmen davor, dass Mitarbeitende unbeabsichtigt rechtliche Vereinbarungen eingehen. Wenn etwa eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter per E-Mail ein Angebot anfordert, könnte die empfangende Person fälschlicherweise annehmen, dass bereits ein verbindlicher Vertrag zustande gekommen ist.Beispiel 1
Beispiel 2
4. Haftungsausschluss für fahrlässig fehlerhafte Angaben
Dieser Haftungsausschluss schützt das Unternehmen davor, für fahrlässig gegebene oder irreführende Aussagen von Mitarbeitenden verantwortlich gemacht zu werden.Beispiel
5. Haftungsausschluss zur Arbeitgeberhaftung
Dieser Haftungsausschluss schützt ein Unternehmen davor, haftbar gemacht zu werden, wenn eine Mitarbeitender etwas Beleidigendes oder Verleumderisches äußert. Er stellt klar, dass persönliche Meinungen nicht unbedingt die Haltung des Unternehmens widerspiegeln.Beispiel
6. Regionale rechtliche oder regulatorische Haftungsausschlüsse
Viele Regionen – darunter Nordamerika und Europa – haben eigene Vorschriften, die Unternehmen verpflichten, bestimmte Angaben in E-Mails zu machen.Beispiel
7. Umweltbezogene E-Mail-Haftungsausschlüsse
Umweltbezogene Haftungsausschlüsse sind eine gute Möglichkeit, Empfängerinnen und Empfänger darauf hinzuweisen, dass Ihr Unternehmen Wert auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsschutz legt. Manchmal werden sie von einem kleinen grünen Symbol begleitet.
Beispiel 1
Beispiel 2
8. Haftungsausschluss bei fehlender Verantwortung
Dieser E-Mail-Haftungsausschluss wird verwendet, wenn Nachrichten allgemeine Informationen, Hinweise oder Verweise auf externe Inhalte enthalten. Er stellt klar, dass die sendende Person bzw. das Unternehmen nicht dafür verantwortlich ist, wie Empfängerinnen und Empfänger die bereitgestellten Informationen verwenden.Beispiel
9. Haftungsausschluss für Fehler und Auslassungen
Dieser Hinweis erkennt an, dass trotz sorgfältiger Prüfung Fehler auftreten können, und schützt vor Haftung für unbeabsichtigte Ungenauigkeiten in der E-Mail.Beispiel
10. Haftungsausschluss ohne Garantien
Dieser Hinweis stellt klar, dass keine Garantie bezüglich Ergebnis, Genauigkeit oder Wirkung der bereitgestellten Informationen übernommen wird.Beispiel
11. Affiliate-Haftungsausschluss
Dieser Hinweis ist erforderlich, wenn E-Mails Affiliate-Links oder Partnerhinweise enthalten. Er stellt Transparenz sicher und erfüllt Anforderungen aus Werbe- und Offenlegungsgesetzen (z. B. FTC-Richtlinien).Beispiel
12. HIPAA-Haftungsausschluss (USA)
Dieser Hinweis wird von US-Gesundheitsorganisationen verwendet, um die gesetzlichen Vorgaben zum Schutz von Patientendaten (PHI – Protected Health Information) einzuhalten. Er wird E-Mails hinzugefügt, die geschützte Gesundheitsdaten enthalten.Beispiel
13. DSGVO-Haftungsausschluss
Dieser Haftungsausschluss stellt klar, wie personenbezogene Daten genutzt und gespeichert werden. Er unterstützt Unternehmen dabei, die Anforderungen der DSGVO zu erfüllen und zeigt, dass Datenschutz ernst genommen wird.Beispiel
14. KI-Haftungsausschluss
Ein relativ neuer Hinweis – er wird verwendet, wenn Inhalte einer E-Mail teilweise durch KI-Tools erstellt oder geprüft wurden. Er sorgt für Transparenz und empfiehlt Empfängerinnen und Empfängern, wichtige Angaben zu überprüfen.Beispiel
Allgemeine Haftungsausschlüsse für Websites
Während E-Mail-Haftungsausschlüsse sich auf Nachrichten an Kundinnen, Kunden oder Partner richten, helfen Website-Haftungsausschlüsse dabei, Risiken im Zusammenhang mit Online-Inhalten und digitaler Kommunikation zu reduzieren. Die folgenden Beispiele erweitern die Relevanz für Suchanfragen rund um „Haftungsausschluss“.
1. Urheberrechtsvermerk
Bestätigt die Urheberrechte an den Inhalten und verhindert unbefugte Vervielfältigung.Beispiel
2. Hinweis zur fairen Nutzung
Stellt klar, dass urheberrechtlich geschütztes Material zu Kommentierungs-, Bildungs- oder Forschungszwecken verwendet wird.Beispiel
3. Gewährleistungsausschluss
Schützt das Unternehmen vor Ansprüchen in Bezug auf Produkt- oder Servicegarantien.Beispiel
4. Risikohinweis
Wird häufig in Finanz- oder Investmentinhalten verwendet, um auf bestehende Risiken hinzuweisen.Beispiel
5. Hinweis zu früheren Ergebnissen
Gängig in der Finanzbranche, um realistische Erwartungen zu setzen.Beispiel
6. Anlage-Haftungsausschluss
Weist ausdrücklich darauf hin, dass keine Finanzberatung erfolgt.Beispiel
7. Medizinischer oder gesundheitsbezogener Hinweis
Erforderlich, wenn die Website gesundheitsbezogene Informationen bereitstellt.Beispiel
8. Testimonial-Haftungsausschluss
Wird verwendet, wenn Kundenstimmen oder Erfahrungsberichte angezeigt werden.Beispiel
9. Affiliate-Haftungsausschluss
Erforderlich, wenn auf der Website Affiliate-Links enthalten sind.Beispiel
Wie Sie einen wirksamen E-Mail-Haftungsausschluss formulieren
Ein gut formulierter E-Mail-Haftungsausschluss ist wichtig für Compliance, Professionalität und eine konsistente Markenwahrnehmung. Er sollte Ihr Unternehmen schützen und gleichzeitig eine positive Erfahrung für die Empfängerinnen und Empfänger gewährleisten.
Befolgen Sie diese Best Practices, um sicherzustellen, dass Ihre Haftungsausschlüsse klar, korrekt und konform sind:
1. Klar und präzise formulieren
Der Haftungsausschluss sollte kurz genug sein, um leicht gelesen zu werden, aber vollständig genug, um die wichtigsten rechtlichen Aspekte abzudecken. Vermeiden Sie lange Textblöcke oder komplizierte juristische Fachbegriffe. Verwenden Sie stattdessen klare, verständliche Sprache.
2. Die richtigen rechtlichen und regulatorischen Angaben einfügen
Prüfen Sie regionale oder branchenspezifische Vorgaben, bevor Sie Ihren Haftungsausschluss finalisieren. Einige Gesetze – wie der UK Companies Act, die DSGVO oder HIPAA – verlangen bestimmte Angaben in geschäftlichen E-Mails. Nehmen Sie nur auf, was rechtlich notwendig ist, und verzichten Sie auf unnötigen „Legalese“-Text.
3. Den Ton Ihrer Marke widerspiegeln
Der Haftungsausschluss repräsentiert Ihr Unternehmen. Verwenden Sie eine professionelle, neutrale Sprache, die zum Markenauftritt passt.
Vermeiden Sie aggressive oder übermäßig defensive Formulierungen (z. B. „Wir übernehmen keinerlei Verantwortung für irgendetwas“). Das kann unzuverlässig oder einschüchternd wirken.
4. Nicht zu allgemein formulieren
Ein Haftungsausschluss, der versucht, „alles“ abzudecken, deckt am Ende oft nichts ab. Seien Sie konkret, was er schützt (z. B. Vertraulichkeit, Haftung oder geäußerte Meinungen), damit Leserinnen und Leser Zweck und Umfang klar verstehen.
5. Für gute Lesbarkeit formatieren
Halten Sie den Haftungsausschluss getrennt von Ihrer Hauptnachricht und der E-Mail-Signatur.
Verwenden Sie kurze Sätze, normale Groß- und Kleinschreibung und einheitliche Formatierung. Vermeiden Sie durchgehende Großbuchstaben oder übermäßige Hervorhebungen – das wirkt unprofessionell und erschwert das Lesen..
Tipp: Nutzen Sie eine kleine Trennlinie oder eine dezente Veränderung in der Schriftgestaltung, um den Haftungsausschluss optisch klar vom übrigen E-Mail-Text zu trennen.
6. Für globale Teams lokalisieren
Wenn Ihr Unternehmen in mehreren Ländern tätig ist, sollten Sie lokalisierte Haftungsausschlüsse verwenden, die die jeweiligen regionalen Vorgaben erfüllen.
Ein einziger, universeller Haftungsausschluss deckt selten alle regionalen oder sprachlichen Anforderungen ab.
7. Regelmäßig prüfen und aktualisieren
Vorschriften ändern sich. Überprüfen Sie Ihren Haftungsausschluss mindestens einmal pro Jahr. Bei einer Expansion in neue Regionen oder Branchen kann eine frühere Aktualisierung sinnvoll sein.
Arbeiten Sie mit Ihren Rechts- und Compliance-Teams zusammen, um sicherzustellen, dass die Formulierungen korrekt und durchsetzbar bleiben.
Tipp: Aktualisieren Sie Ihre Haftungsausschlüsse bei neuen Datenschutzgesetzen, KI-Nutzung oder Anforderungen zu Affiliate-Offenlegungen.
Wie Sie E-Mail-Haftungsausschluss-Vorlagen in Ihrem Unternehmen verwalten
Das Verwalten und Durchsetzen von E-Mail-Haftungsausschlüssen im gesamten Unternehmen kann herausfordernd sein. Diese Tipps helfen, den Prozess zu vereinfachen:
Standardvorlage erstellen: Entwickeln Sie eine Haftungsausschluss-Vorlage, die alle notwendigen Angaben enthält, und stellen Sie sicher, dass sie von allen Mitarbeitenden verwendet wird. So bleibt die Kommunikation über Abteilungen hinweg konsistent.
Mitarbeitende schulen: Schulen Sie Mitarbeitende über die Bedeutung von Haftungsausschlüssen und deren korrekte Anwendung. Das hilft, Fehler zu vermeiden – etwa das Vergessen des Hinweises oder die Nutzung veralteter Formulierungen.
Regelmäßig prüfen und aktualisieren: Überprüfen und aktualisieren Sie den Haftungsausschluss regelmäßig, um konform mit rechtlichen und regulatorischen Änderungen zu bleiben. Kommunizieren Sie Aktualisierungen an alle Mitarbeitenden und passen Sie die Signaturen entsprechend an.
Compliance durchsetzen: Überwachen Sie die E-Mail-Kommunikation, um sicherzustellen, dass der erforderliche Haftungsausschluss konsequent verwendet wird. Das hilft, potenzielle rechtliche Probleme zu vermeiden und die Markenintegrität zu wahren.
Eine Lösung für das E-Mail-Signatur-Management nutzen: Nutzen Sie eine E-Mail-Signatur-Management-Lösung, um Haftungsausschlüsse zentral zu implementieren und zu aktualisieren – schnell, konsistent und unternehmensweit.

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